Vier Minuten, grosse Ideen: Die zweite französischsprachige Challenge begeistert Lausanne
Ein aussenliegender Betonring, Windeltechnologie für die Baustelle und eine Decke aus Erdmaterial: Die zweite französischsprachige 4-Minuten-Challenge zeigte am 16. September 2026 in Lausanne, wie überraschend und vielseitig Ingenieurkunst sein kann.
Vier Minuten sind schnell vorbei. Besonders dann, wenn man ein spannendes Ingenieurprojekt mit all seinen Besonderheiten erklären möchte. Genau darin liegt der Reiz unserer 4-Minuten-Challenge, die im Rahmen des Engineers’ Day stattfindet: Ingenieurinnen und Ingenieure bringen ein Projekt, eine Idee oder eine besondere Lösung auf den Punkt und zeigen, worauf sie in ihrem Beruf stolz sind. Wer das Publikum am meisten begeistert, gewinnt.
Nach der erfolgreichen Premiere fand das Format nun zum zweiten Mal auf Französisch statt. Die Vorträge in Lausanne boten reichlich Stoff zum Staunen und Weiterdenken – bei einem Zeitbudget, das wenig Platz für lange Einleitungen liess.

Drei überzeugende Beiträge auf dem Podest
Den ersten Platz sicherte sich Alain Oulevey mit dem Projekt «Maison de quartier» im îlot OASSIS in Crissier. Besonders beeindruckte die Zuhörerinnen und Zuhörer die aussergewöhnliche Sicherung der Baugrube mit einem aussenliegenden Betonring. Eine ungewöhnliche konstruktive Lösung, die Alain Oulevey in nur vier Minuten eindrücklich vermittelte.
Auf den zweiten Platz wählte das Publikum Frédéric Guhl. Er stellte das innovative Produkt Aprotek vor, das Ausschuss aus der Windelproduktion nutzt, um Schlamm auf Baustellen innerhalb weniger Minuten auszutrocknen und eine Deponierung zu ermöglichen. Ein überraschender Einsatz eines Materials, das die meisten wohl eher mit dem Familienalltag als mit einer Baustelle verbinden.
Den dritten Platz erreichte Coline Jaggi mit der Terradek Hourdis Decke aus Erdmaterial. Ihr Vortrag stellte in vier Minuten eine spannende Anwendung von Erdmaterial im Deckenbau vor und bereicherte die Challenge um eine weitere inspirierende Perspektive, inklusive ihrem Hund, als Belastungsprobe.

Alle haben die Challenge geschafft
So unterschiedlich die Themen waren, eines hatten die Beiträge gemeinsam: Sie zeigten viel Fachwissen, Kreativität und Begeisterung für den Ingenieurberuf. Auch die weiteren Vorträge waren ausnahmslos inspirierend und fachlich hochstehend. Sämtliche Referentinnen und Referenten meisterten die Challenge.
Das Podest würdigt drei besondere Beiträge. Zum gelungenen Anlass haben alle Vortragenden beigetragen.

Starke Verbindungen – auch nach Ablauf der Zeit
Beim anschliessenden Apéro riche wurde aus den kurzen Präsentationen ein vertiefter Austausch. Die Gäste diskutierten die vorgestellten Projekte und Ideen weiter, stellten Fragen und teilten eigene Erfahrungen. Die Stoppuhr durfte dabei Feierabend machen.
Solche Begegnungen verdienen auch in einem zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Arbeitsalltag ihren festen Platz. Wenn neue Werkzeuge uns Zeit sparen, können wir einen Teil davon nutzen, um gemeinsam nachzufragen, Zusammenhänge zu verstehen und voneinander zu lernen. In diesen Gesprächen werden Erfahrungen weitergegeben und Vertrauen aufgebaut – oft ganz nebenbei.
Wie im Tragwerk kommt es auch in unserem Beruf auf die Verbindungen zwischen den einzelnen Beteiligten an. Die 4-Minuten-Challenge bietet Raum, diese Verbindungen bewusst zu pflegen: auf der Bühne, beim gemeinsamen Nachdenken und beim Gespräch am Apéro.
Wir danken allen Referentinnen und Referenten, dem Publikum sowie allen, die diesen Anlass ermöglicht und mitgestaltet haben. Mit eurem Engagement und eurer Neugier habt ihr die zweite französischsprachige 4-Minuten-Challenge zu einem besonderen Erlebnis gemacht.
Wir bei Basys freuen uns, mit diesem Format Menschen und Ideen zusammenzubringen. Für starke Verbindungen, die über vier Minuten hinausreichen.





